Martina Tagliamento ist Teil des Kunstprojektes von Tomaso Baldessarini

Martina Tagliamento
Foto: Martina Tagliamento

Martina Tagliamento

Martina Tagliamento
Foto: Martina Tagliamento

Martina kennen viele von Euch bestimmt aus unserem Nollendorfkiez. Die Ex-Miss-Hamburg arbeitet seit Jahren als Filmdarstellerin für verschiedene Fernsehproduktionen. Zuletzt habe ich sie in der RTL-Wochenserie „Das Weihnachtsdinner“ bei RTL Punkt 12 mit Julian F.M. Stoeckel,  Sandra Marschner, Candy Zuckerschock und Steven Wii gesehen. Hier mußte sie ihr ein unbekanntes Rezept namens Chakalaka kochen und sie hat sich dabei tapfer geschlagen.

Besonders schmunzeln mußte ich über ihren Auftritt in der Sendung „Mieten, kaufen, wohnen“ als Bianca Werner. Aber auch als Rechtsanwältin Monika Hansen ist Martina Tagliamento bei RTL bekannt.

Nun spielt Martina Tagliamento allerdings nicht nur in solchen Sendungen mit. So hat sie mit Elisabeth Taylor und Andy Warhol gedreht und auch bei George Clooney, Roman Polanski und Sharukh Khan in dem Film Don2 hatte sie ihre Rollen.

Nun ist Martina Tagliamento das Gesicht von Tomaso Baldessarini – Teil seines Kunstprojektes anti.mono.stereo

Ein Gesicht hat keine Fehler

Martina Tagliamento
Foto: Martina Tagliamento

Fotografien von Tomaso Baldessarini sind Momentaufnahmen. Sie entstanden im Bruchteil einer Sekunde eines ganzen Lebens.  Wenn man die Gesichter ein wenig länger betrachtet, verspürt man so etwas wie eine sehr langsame Bewegung. Millimeter für Millimeter scheinen sie aus der Unschärfe des tiefschwarzen Hintergrunds ins Licht hervorzutreten. Es ist eine Inszenierung, die nur im Kopf stattfindet – und die mit einer kurzen Schrecksekunde endet.

Für mich ist es wichtig, dass in den Menschen eine Flamme lodert.
– Tomaso Baldessarini

 

Der Fotograf provoziert mit seinen Fotos eine ungewohnte Nähe zu Fremden, seine Porträts sind irritierend und intim. Wir sehen Menschen sonst nur so, wenn wir ihnen tatsächlich nahestehen. Das Licht dringt tief in die Haut, zeigt Poren, Narben, Falten oder Härchen als Landschaft, in die sich das Leben eingeschrieben hat. Seine Kunst ist die Antwort auf die Photoshop-Industrie, die Gesichter glättet, Unebenheiten und Makel beseitigt.

Die Schwarz-Weiss Aufnahmen sind schlichter als schlicht und natürlich analog. Der Visagist muss stündlich Kämpfe ausfechten, hat er doch die strenge Anweisung kein wirkliches Make Up aufzutun, sondern so natürlich wie möglich zu bleiben. Tomaso Baldessarini fasziniert die Wahrheit und Schönheit unserer Gefühle, die wir teilen und doch jeder auf seine Weise lebt. Die sich in unseren Gesichtern widerspiegeln und manchmal dort in feinen Linien bleiben.

Zu sehen ist die Ausstellung in der Kunstgalerie
BLOND & BLOND CONTEMPORARY
Gartenstrasse 114
10115 Berlin

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